Oskar Lafontaine, ARD Themenwoche, Woran glaubst du  (Foto: SR)

Lafontaine: Parteien blockieren „Aufstehen“

  18.03.2019 | 18:28 Uhr

Linken-Fraktionschef Lafontaine wirft SPD, Linken und Grünen vor, sie würden die von ihm mitgegründete „Aufstehen“-Bewegung blockieren und damit eine Zusammenarbeit verhindern. Aus finanziellen Gründen sei es für die Aufstehen-Bewegung Voraussetzung gewesen, dass sich die Parteien des linken Lagers öffnen würden.

„Deshalb habe ich ja auch Gespräche geführt, vor allen Dingen mit der SPD“, sagte Lafontaine am Montag vor Journalisten in Saarbrücken. Die Gespräche seien nicht öffentlich gewesen, „aber die SPD erkennt die Chancen nicht, die darin liegen“. Deshalb sei es bis jetzt nicht zu einer direkten Zusammenarbeit gekommen: „Die Parteien blocken. Und so ist das Ziel, die Parteien zu einer Öffnung und zu einer Zusammenarbeit zu führen, geblockt.“

Nach Angaben Lafontaines habe die „Aufstehen“-Bewegung überlegt, bei der Europawahl anzutreten, „um sich Steuermittel und Abgeordnetenmandate zu sichern, denn es gab ja gute Umfragen. Wir haben dann aber gesagt, wir sind eine Sammlungsbewegung, wir wollen das linke Lager nicht weiter aufspalten.“ Jetzt müssen regionale Organisationen der „Aufstehen“-Bewegung aufgebaut werden. Aktuell gibt es nach Angaben Lafontaines 200 Ortsgruppen der linken Sammlungsbewegung.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 18.03.2019 berichtet.

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