Die saarländische Automobilindustrie und ihre Arbeitsplätze (Foto: SR)

Bis zu 30.000 Kurzarbeiter im Fahrzeugbau

Karin Mayer   20.03.2020 | 14:46 Uhr

Alle Automobilzulieferer im Saarland und in der Großregion haben inzwischen Kurzarbeit angemeldet. Das geht aus einer Blitzumfrage der IHK und dem Automobil-Netzwerk autoregion hervor. Im Saarland soll es bis April bis zu 30.000 Kurzarbeiter geben.

"Es muss vermutlich noch viel mehr Geld für Liquiditätshilfen fließen"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Gerd Heger, Karin Mayer, 20.03.2020, Länge: 03:33 Min.]
"Es muss vermutlich noch viel mehr Geld für Liquiditätshilfen fließen"

Im saarländischen Fahrzeugbau werden die Kurzarbeiterzahlen schon im April auf bis zu 30.000 steigen, so Autoregion-Geschäftsführer Armin Gehl.  Die Lage in den Betrieben sei ernst. Die Lieferketten seien gestört, Exporte und Produktion rückläufig. Ein Unternehmen habe bereits Entlassungen angekündigt, so Gehl. Alle Zulieferer stellen derzeit ihre Investitionen zurück. Das gelte auch im Maschinenbau.

Bis zu 50.000 Mitarbeiter in Großregion betroffen

Die Hälfte der Unternehmen steht laut Umfrage vor massiven Liquiditätsengpässen. IHK-Geschäftsführer Carsten Meier spricht von einer ernsten Lage. Deshalb seien schnelle und unbürokratischen Maßnahmen nötig. Er plädiert für ein einheitliches Vorgehen auf europäischer und nationaler Ebene, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. 

In der gesamten Großregion werden bis zu 50.000 Mitarbeiter von Automobilzulieferern betroffen sein. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.03.2020 berichtet.

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