Symbolbild: ZF Saarbrücken (Foto: SR / Felix Schneider)

ZF geht in Kurzarbeit

Karin Mayer   19.03.2020 | 14:04 Uhr

Weite Teile der Belegschaft von ZF gehen in Kurzarbeit. Damit reagiert der Technologiekonzern auf Produktionsstopps bei den Kunden. Gleichzeitig soll der Schutz vor dem Coronavirus dadurch verbessert werden.

Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände. "Es wird jeden treffen"
Audio [SR 3, Interview: Karin Mayer, 19.03.2020, Länge: 04:24 Min.]
Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände. "Es wird jeden treffen"

Einzelne Produktionslinien werden gestoppt. Ganze Werke und Verwaltungsbereiche sollen ruhen. Wie viele Mitarbeiter von den Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung betroffen sind, das will der Konzern im Laufe des Nachmittags an den Standorten verkünden. Die Maßnahmen sollen für jedes Werk einzeln geschnürt werden, so eine Sprecherin gegenüber dem SR.

ZF stockt Kurzarbeitergeld auf

Gleichzeitig kündigt Personalvorstand Sabine Jaskula an, dass während des Produktionsstillstands der Wiederanlauf vorbereitet wird. Die Führungskräfte, aber auch die Beschäftigten in Produktion und Verwaltung sollen dazu auch eigene Beiträge leisten und Urlaubszeiten und Arbeitszeitkonten mit einbringen.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Achim Dietrich betont, die Situation sei noch vor wenigen Wochen kaum vorstellbar gewesen. Dem Betriebsrat sei es wichtig, Beschäftigung zu erhalten und Einkommen abzusichern. ZF stockt das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent auf. Die beschlossene Regelung gilt nach Unternehmensangaben bis Juni.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.03.2020 berichtet.

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