Ford-Logo (Foto: dpa)

Auch Kurzarbeit bei Ford-Zulieferern

Karin Mayer   18.03.2021 | 09:08 Uhr

Die zusätzlichen Kurzarbeitstage durch den Halbleitermangel bei Ford treffen auch die Unternehmen im Supplier Park. Die Zulieferer haben ihre Beschäftigten deshalb ebenfalls über zusätzliche Kurzarbeitstage informiert.

Video [aktueller bericht, 18.03.2021, Länge: 2:30 Min.]
Unsichere Zukunft für Ford in Saarlouis

Jürgen Müller vom Sitzhersteller Adient sagte dem SR, die Zulieferer müssten bei der Kurzarbeit dem Ford-Werk folgen. Für die 350 Beschäftigten bei Adient sei die Aussicht auf weitere Kurzarbeitswochen ein Tiefschlag.

Der Halbleitermangel in der Autoindustrie sei hausgemacht. Die Unternehmen hätten im ersten Lockdown die Elektronikteile abbestellt. Daraufhin hätten sich die Halbleiterhersteller andere Kunden in der Unterhaltungselektronik gesucht.

Halbleitermangel ein internationales Problem

Die Zulieferer im Supplier Park wurden offenbar sehr spät über einen drohenden Produktionsstillstand im Ford-Werk über mehrere Wochen informiert. Lars Desgranges von der IG Metall Völklingen sprach von einer Katastrophe für die Mitarbeiter im Ford-Werk und im Supplier Park. Die Autohersteller seien weltweit vom Halbleitermangel betroffen.

Ronald Schnabel vom Verband Deutscher Elektroingenieure VDE fordert einen Masterplan Halbleiterherstellung für Europa. Die Innovation in sehr vielen Branchen hänge von der Mikroelektronik ab. Deshalb müsse Europa sich bei der Schlüsseltechnologie besser aufstellen und sich eine technologische Souveränität erarbeiten.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 18.03.2021 berichtet.

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