Der Hochofen 4 der ROGESA Roheisengesellschaft Saar in Dillingen (Foto: dpa/Katja Sponholz)

Kurzarbeit bei Dillinger

  27.11.2019 | 16:15 Uhr

Die Dillinger Hüttenwerke wollen ab 1. Januar 2020 Kurzarbeit beantragen. Darüber hat das Unternehmen am Mittwoch die Mitarbeiter informiert.

Nach einer guten Auslastung bis Mitte September 2019 sei seit zwei Monaten ein starker Nachfrage-Rückgang mit entsprechend schwacher Auslastung zu verzeichnen, teilte das Unternehmen mit. Dieser Rückgang sei vor allem bedingt durch eine spürbare konjunkturelle Abschwächung in wichtigen Kundensegmenten.

Problem: Weltweite Überkapazitäten

So sei der Grobblechmarkt weiterhin stark beeinträchtigt durch die weltweiten Überkapazitäten und die nach wie vor hohen Importmengen aus Drittländern in die EU. Man habe bereits Verhandlungen mit dem Betriebsrat bezüglich des Umfangs der Kurzarbeit aufgenommen.

Wieviele Mitarbeiter von der Kurzarbeit betroffen sind, ist noch unklar. Insgesamt beschäftigt die Dillinger Gruppe rund 7400 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 27.11.2019 berichtet.

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