Schüler schreiben eine Abiturprüfung (Foto: dpa / Roland Weihrauch)

Debatte um Sommerferien und Zentralabitur

mit Informationen von Barbara Spitzer und dpa   17.10.2019 | 10:38 Uhr

Auf der Agenda der Kultusministerkonferenz in Berlin stehen unter anderem eine Neuregelung der Sommerferienzeiträume sowie die Forderung nach einem bundesweiten Zentralabitur. Die Saar-Bildungsministerin Streichert-Clivot hat sich bereits vor der Konferenz positioniert.

Berlin und Hamburg wollen erreichen, dass die Sommerferientermine ab 2025 neu geregelt werden. Dadurch sollen die jährlichen Verschiebungen der Ferienstarts möglichst gering ausfallen und die unterschiedlichen Termine näher zusammenrücken. Das saarländische Kultusministerium hält eine Einigung auf ein System mit festen Ferienzeiträumen wie etwa in Bayern und Baden-Württemberg für schwierig. Die SPD-Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot will sich auf der Kultusministerkonferenz nun dafür einsetzen, dass die Sommerferientermine im Saarland weiter an Rheinland-Pfalz und Hessen gekoppelt bleiben.  

Streichert-Clivot gegen deutschlandweites Zentralabitur

Auch die Debatte um ein bundesweites Zentralabitur in Deutschland sieht Streichet-Clivot kritisch. Ein solches Zentralabitur garantiere weder eine faire Abiturprüfung noch eine vergleichbare Abiturnote. Ziel müsse es vielmehr sein, vergleichbare Voraussetzungen für die Schüler in der gymnasialen Oberstufe zu schaffen und zwar durch vergleichbare Strukturen in den Bundesländern.

Die saarländische Bildungsministerin betonte, dass durch ein Zentralabitur länderspezifische Gegebenheiten, wie etwa die besondere Anbindung des Saarlandes an Frankreich, nicht mehr ausreichend berücksichtigt werden könnten. Zugleich verwies sie aber auch darauf, dass es für einzelne Fächer bereits einen Aufgabenpool der Länder gebe.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 17.10.2019 berichtet.

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