Künstlerprotest gegen die Corona-Maßnahmen am 20.02.2021 auf dem Tblisser Platz vor dem Staatstheater Saarbrücken. (Foto: BeckerBredel)

Stiller Protest vor dem Staatstheater

Mit Informationen von Pasquale D’Angiolillo   20.02.2021 | 18:23 Uhr

In Saarbrücken haben am Samstagnachmittag rund 30 Menschen vor dem Staatstheater still demonstriert, um auf die Lage der Künstler, Musiker und Gastronomen aufmerksam zu machen. Zu der Demo aufgerufen hatte der Oberthaler Musiker Elmar Federkeil.

Sie waren die ersten die ein Berufsverbot wegen der Corona-Pandemie erleiden mussten, und nach knapp einen Jahr ist es immer noch ungewiss wie und wann es für sie wie weiter geht. Es geht um die Menschen, die in der Veranstaltungswirtschaft tätig sind.

Gespenstische Ruhe

„Ist das Kultur oder kann das weg?“: Es ist das einzige Plakat bei dieser Kundgebung. Ganz im Stillen wurde am Samstagnachmittag vor dem Staatstheater demonstriert. Denn um eine sonst eher laute Branche sei es inzwischen gespenstisch ruhig, so der Organisator Elmar Federkeil.

„Uns Musikern geht es ja nicht anders wie anderen Leuten auch“, sagt er. „Wenn die Clubbetreiber im Monat 15.000 Euro Miete zahlen müssen, sind die ja völlig im Eimer. Das haben wir ja gar nicht, zum Glück. Deswegen hoffe ich, dass wir als Musiker, als Solokünstler da irgendwie unbeschadet durch kommen.“ Die Suche nach alternativen Jobs gestalte sich in diesen Zeiten schwierig.

Demonstranten fordern Öffnung

Die Forderung der Demonstrierenden: so schnell wie möglich wieder arbeiten zu können, also die Gastronomie zu öffnen und Veranstaltungen zu ermöglichen.

An gleicher Stelle fand im Anschluss an die Kundgebung der Künstler auch eine Demonstration der „Initiative Querdenken“ statt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.02.2021 berichtet.

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