Saarbrücker Standort des DFKI (Foto: Pressefoto/DFKI)

Zentrum für Künstliche Intelligenz startet im Saarland

Axel Wagner / mit Informationen von Karin Mayer   25.05.2021 | 15:38 Uhr

Das Saarland und Rheinland-Pfalz bekommen ein regionales Zukunftszentrum für Künstliche Intelligenz. Es wird im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftszentren KI“ gefördert. Zuhause sein soll es am DFKI auf dem Saarbrücker Uni-Campus.

Das Zukunftszentrum KI soll Unternehmen und Beschäftigte bei der Digitalisierung unterstützen. Es richtet sich besonders an kleine und mittlere Betriebe, die den digitalen Wandel nicht selbst umsetzen können.

Rehlinger: Wirtschaft zukunftssicher machen

Ziel ist es, die Potenziale von Künstlicher Intelligenz auszuloten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu qualifizieren. „Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft der Saar-Wirtschaft, da lassen wir keine Chance liegen“, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). „Das Zukunftszentrum ist ein wichtiger Baustein, um die Saar-Wirtschaft breiter aufzustellen und somit krisensicher zu machen.“

Professor Antonio Krüger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) betonte, das regionale Zukunftszentrum schließe „eine wichtige Lücke bei den Bemühungen, die Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen und den Einsatz von KI voranzutreiben, indem es sich auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden fokussiert und somit die Unternehmen stärkt“.

Büro am DFKI angesiedelt

Das Projektbüro des neuen Zukunftszentrums soll beim DFKI auf dem Saarbrücker Uni-Campus angesiedelt werden, teilte das Wirtschaftsministerium auf SR-Anfrage mit. Die unterschiedlichen Angebote und Schulungen sollen dann entweder bei den jeweiligen Konsortialpartnern oder in teilnehmenden Unternehmen und Betrieben durchgeführt werden.

Neben dem DFKI sind auf saarländischer Seite der St. Ingberter Automatisierungstechnik-Hersteller Festo, die Arbeitskammer sowie das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZEMA) auf dem Saarbrücker Eschberg. Das Wirtschaftsministerium des Saarlandes bezuschusst das Gemeinschaftsprojekt mit rund 28.000 Euro, weitere 37.000 Euro kommen vom Ministerium aus Rheinland-Pfalz. Deutschlandweit werden vom Bund sieben Projekte mit insgesamt 34 Millionen Euro gefördert.

Über dieses Thema hat auch die SR 3 Rundschau vom 25.05.2021 berichtet.

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