Industrieabgase (Foto: Pixabay / SD-Pictures)

Kühle Stimmung in der Saar-Wirtschaft

  25.01.2019 | 12:21 Uhr

Die Stimmung in der Saar-Wirtschaft hat sich laut der Industrie- und Handelskammer (IHK) zum Jahresbeginn weiter verschlechtert. Die Unternehmen blicken nach IHK-Angaben so schlecht auf das erste Halbjahr wie schon lange nicht mehr.

Zwar bewerten aktuell noch 46 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage mit "gut", aber für die kommenden Monate rechnen nur zehn Prozent der saarländischen Unternehmen mit besseren Geschäften. Eine Verschlechterung befürchten dagegen 13 Prozent. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) erwarten keine Veränderung der Situation.

"Die Konjunktur hat zuletzt deutlich an Dynamik verloren und dürfte auch im weiteren Jahresverlauf nur in Trippelschritten vorankommen", so IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen. Sorgen bereitet den Unternehmen die konjunkturelle Abschwächung in China, der nach wie vor ungelöste Handelskonflikt sowie vor allem der Brexit. Nur unter der Voraussetzung, dass diese Risiken beherrschbar bleiben und die Binnennachfrage sich weiter robust entwickelt, könne das Saarland in diesem Jahr ein Wachstum von 0,5 bis 1,0 Prozent erreichen, sagt Klingen.

Ifo-Index sieht Verschlechterungen

Auch bundesweit hat sich die Stimmung weiter eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklima-Index hat sich zum Jahresbeginn auf 99,1 Punkte abgesenkt. Das ist der niedrigste Stand seit drei Jahren. Die Bundesregierung will ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr ebenfalls deutlich nach unten korrigieren, hieß es am Freitag aus Koalitionskreisen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.01.2019 berichtet.

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