Monika Bachmann (CDU) (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Bachmann gegen Sonderrechte für Geimpfte

  17.01.2021 | 20:47 Uhr

Das saarländische Gesundheitsministerium hat sich vorerst gegen Privilegien für gegen Corona geimpfte Menschen ausgesprochen. Derzeit sei noch unklar, ob Geimpfte andere trotzdem anstecken könnten. Bundesaußenminister Maas hatte am Sonntag gefordert, dass Geimpften Vorteile eingeräumt werden sollten.

"So lange es nicht genügend Impfstoff für alle gibt, sollte nicht über eine Impfprivilegierung diskutiert werden", sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). In der Virusbekämpfung dürfe die Gesellschaft nicht gespalten werden.

Außerdem sei bislang noch nicht geklärt, ob Geimpfte sich auch weiterhin mit dem Coronavirus infizieren und andere anstecken könnten. Sie müssten sich deshalb auch weiter an Coronamaßnahmen wie etwa das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung halten.

Maas für Impfprivilegien

Als erstes Mitglied der Bundesregierung hatte sich Außenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntag dafür ausgesprochen, Menschen mit Corona-Impfung mehr Freiheiten zu gewähren. Sie sollten früher in Restaurants oder Kinos dürfen als Nicht-Geimpfte, sagte er der "Bild am Sonntag". Es gehe nicht um Privilegien für Geimpfte. Der Staat habe mit den Corona-Regeln Grundrechte massiv eingeschränkt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.01.2021 berichtet.

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