Symbolbild: Zubereitung von Speisen in einer Restaurantküche (Foto: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Nur wenige Betriebe stocken Kurzarbeitergeld auf

  30.03.2020 | 07:09 Uhr

Im saarländischen Hotel- und Gaststättengewerbe ist es nicht gelungen, eine tarifvertragliche Lösung für die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes zu finden. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG). Der Arbeitgeberverband Dehoga verweist hingegen auf die schwierige Situation in der Branche.

Nur einzelne Betriebe aus Nahrungsmittelindustrie und Gastronomie sind nach Angaben der NGG bereit, das Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten aufzubessern. So sei es etwa bei Centerparks oder Worldfoodtrip möglich gewesen, solche Vereinbarungen abzuschließen, sagte NGG-Geschäftsführer Mark Baumeister. Davon profitieren insgesamt rund 3500 Beschäftigte. Auch die Fast-Food-Kette McDonalds stockt nach eigenen Angaben für ihre Mitarbeiter in den 17 saarländischen Restaurants das Kurzarbeitergeld auf.

Viele tausend gehen nach NGG-Angaben bisher mit einem Regelsatz von 60 bzw. 67 Prozent des Nettos nach Hause. Das sei bei niedrigen Löhnen in der Gastronomie nicht ausreichend, um die laufenden Kosten zu bezahlen, so Baumeister.

Dehoga verteidigt Branche

Der Arbeitgeberverband Dehoga verweist auf die schwierige Situation von Hotels und Gaststätten. Viele würden gerne etwas für die Mitarbeiter tun, sind dazu aber finanziell nicht in der Lage, so Geschäftsführer Frank Hohrath.

Im Saarland gibt es nach Angaben des Dehoga rund 200 Hotels und 3000 Gaststätten. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.03.2020 berichtet.

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