Martin Welker  (Foto: Imago Images/Jan Hübner)

Kritik an Ludwigspark-Baustellenchef Welker

  16.10.2020 | 21:59 Uhr

Die Rechtsanwaltskammer des Saarlandes will nach einem Bericht der Saarbrücker Zeitung eine mutmaßliche Doppelrolle des aktuellen Ludwigsparks-Krisenmanagers Martin Welker bei einem zurückliegenden Bauprojekt untersuchen. Hintergrund ist eine Rüge des OLG, über die die Zeitung zuvor berichtet hatte.

Das Oberlandesgericht hatte Welker dem Bericht zufolge gerügt, weil er bei einer Großbaustelle am Eurobahnhof als Bevollmächtigter der städtischen Gesellschaft GIU am Vergabeverfahren mitgewirkt habe, im gleichen Zeitraum aber eine am Verfahren beteiligte Baufirma beraten haben soll. Diese Doppeltätigkeit sei nicht zulässig, zitiert die Zeitung aus einem Beschluss des Gerichts. Auch die Anwaltskammer will diese mutmaßliche Doppeltätigkeit laut SZ nun genauer untersuchen.

Architektenkammer plädiert für Architekten als Baudezernet

Martin Welker ist der Wunschkandidat des Saarbrücker Oberbürgermeisters Uwe Conradt (CDU) für die vakante Stelle als Baudezernent der Landeshauptstadt. Die Wahl ist für Anfang November im Stadtrat geplant.

Auf die Unterstützung der Architektenkammer des Saarlandes (AKS) kann Welker dabei offenbar nicht zählen. Zwar sei ein Jurist für Leitungsaufgaben in einer Behörde sicherlich qualifiziert, zitiert die Saarbrücker Zeitung AKS-Präsident Alexander Schwehm. Aber gerade für die Leitung des Baudezernats sei eine Besetzung durch eine Person aus der Fachrichtung Architektur oder Stadtplanung "unabdingbar".

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