Arbeiten an Stromleitung (Foto: picture alliance / Michael Reichel)

Tressel erneuert Kritik um nicht beantragte Fördermittel

Markus Person   01.07.2019 | 18:10 Uhr

Im Streit um mögliche, vom Saarland nicht beantragte Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Elektrische Güterbahn“ hat der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel seine Kritik erneuert. Er wirft der Landesregierung Ideenlosigkeit vor.

Tressel kritisiert nicht beantragte Fördermittel
Audio [SR 3, (c) SR, 01.07.2019, Länge: 00:52 Min.]
Tressel kritisiert nicht beantragte Fördermittel

Nach Ansicht des Grünenpolitikers Tressel hätte die Landesregierung mit Fördervorschlägen neue Perspektiven im saarländischen Bahnverkehr schaffen können. Laut Tressel gibt es mehrere Strecken, die sich für eine Elektrifizierung anbieten - so zum Beispiel die Bisttalstrecke. Zum einen ermögliche dies ansässigen Unternehmen, den Güterverkehr lohnend vom Lkw auf die Schiene zu bringen. Zum anderen ließen sich Strecken, die elektrifiziert seien, auch leichter für einen Personennahverkehr reaktivieren.

Enttäuscht zeigte sich der Landesverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Wenn sich das Saarland nicht am Ringen um Fördergelder beteilige, werde auch die Verkehrswende nicht im notwendigen Tempo vorankommen.

Das Wirtschaftsministerium hatte Tressels Kritik zuvor mit der Begründung zurückgewiesen, dass im Saarland lediglich auf der Strecke Homburg-Saarbrücken-Trier Güterverkehr abgewickelt werde - und diese Strecke sei bereits voll elektrifiziert.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 01.07.2019 berichtet.

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