Bett in einem Krankenzimmer (Foto: Federico Gambarini/picture alliance/dpa)

Mehr Krankenhausbetten im Saarland

  19.06.2018 | 15:20 Uhr

Im Saarland wird es künftig mehr Krankenhausbetten geben. Das sieht der neue Krankenhausplan vor, den der Ministerrat am Dienstag beschlossen hat. Gesundheitsministerin Monika Bachmann sagte, damit werde man die Krankenhausversorgung für die Bevölkerung sicherstellen.

Bis 2025 wird es in den 22 saarländischen Krankenhäusern im stationären Bereich 6.900 Betten geben, im teilstationären 490. Damit wird die Zahl der Belegungsbetten in den kommenden sieben Jahren um 600 erhöht.

Gesundheitsministerin Bachmann betonte, mit dem neuen Krankenhausplan werde der Versorgung von Kindern und Jugendlichen genauso Rechnung getragen wie der Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung. Außerdem werde erstmals eine Weaning-Station am Marienkrankenhaus St. Wendel und eine Wachkomaeinheit am Universitätsklinikum des Saarlandes eingerichtet. Auf der Weaning-Station werden Patienten Tag und Nacht besonders behandelt, gepflegt und überwacht. Mit den neuen Stationen soll Personen, die einen speziellen Versorgungsbedarf haben, besser geholfen werden.

Ausbau von Neurologie und Geriatrie

Allein 112 neue Betten wird es saarlandweit in der Neurologie geben, gefolgt von der Geriatrie mit 77. Laut Bachmann wird der Krankenhausplan im Saarland eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Krankenhausversorgung für die Bevölkerung ermöglichen. Dies gelte auch für das nördliche Saarland, obwohl der Krankenhausstandort in Wadern schließen musste.

Bezüglich des Bettenabbaus in verschiedenen Kliniken sei die Krankenhausplanung ihrem Auftrag nach Strukturbereinigung nachgekommen. Man habe kleinere Belegabteilungen geschlossen - zugunsten von größeren Hauptfachabteilungen mit dem Ziel einer Verbesserung der Qualität, so Bachmann.

Um den Nachwuchs in den Gesundheitsberufen zu sichern, soll zudem die Zahl der Ausbildungsplätze um 20 Prozent erhöht werden.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 18.06.2018 berichtet.

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