Krankenhäuser im Saarland: Caritas Krankenhaus in Lebach (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Übergangskonzept für Lebacher Klinik gefordert

mit Informationen von Marc-André Kruppa   07.03.2020 | 17:23 Uhr

Nach der überraschend angekündigten Schließung des Lebacher Krankenhauses hat Gesundheitsministerin Bachmann ein klares Übergangskonzept von der Trägergesellschaft gefordert. Nach einem Treffen mit dem Träger teilte das Ministerium mit, dieser habe nun drei Wochen Zeit, um einen Plan für einen geordneten Übergang von Personal und Klinikbetten vorzulegen.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) betonte, man habe der Cusanus Trägergesellschaft Trier (CTT) einen Versorgungsauftrag bis zum Jahr 2025 übertragen. Gemeinsam mit dem Träger habe die Landesregierung versucht, das seit Jahren hoch defizitäre Krankenhaus zu unterstützen. In den letzten Wochen habe sich aber herausgestellt, dass die CTT nicht mehr in der Lage war, auch bei einem noch größeren Landesanteil in der Zukunft das Krankenhaus zu betreiben. Der jährliche Fehlbetrag habe keine Wirtschaftlichkeit ermöglicht.

Möglicherweise schon baldige Umsetzung
Krankenhaus Lebach wird geschlossen

Aus diesem Grund wird das Lebacher Krankenhaus bereits zum Monatsende Juli keine neuen Patienten mehr aufnehmen. Bachmann beklagte, dass die verantwortlichen Gremien nicht schon früher über die Schließungspläne informiert hätten. Jetzt sei es fast unmöglich, einen geordneten Übergang hinzubekommen.

Die Gesundheitsministerin appellierte erneut an die Kirchenträger, sich mit Angeboten an der Interessensbekundung für eine Nord-Saarlandklinik zu beteiligen. Diese läuft noch bis Ende des Monats. Ein Treffen mit dem Trierer Bischof Ackermann ist in zwei Wochen geplant.

Der Träger, die Cusanus Trägergesellschaft, hatte die Schließung mit einem Sanierungsstau und immer strengeren Auflagen für die Krankenhäuser durch die Bundespolitik begründet.

Kommentar zur Schließung des Krankenhauses Lebach
"Ehrliche Worte wären vor Jahren nötig gewesen"

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.03.2020 berichtet.

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