Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto: picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Kramp-Karrenbauer will Verteidigungsministerin bleiben

  10.02.2021 | 11:15 Uhr

Annegret Kramp-Karrenbauer will auch in der nächsten Bundesregierung das Amt der Bundesverteidigungsministerin ausüben. Entscheidend sei dafür aber auch das Wahlergebnis. Genau vor einem Jahr, am 10. Februar 2020, hatte die frühere saarländische Ministerpräsidentin ihren Rückzug als CDU-Bundesvorsitzende angekündigt.

Im Interview mit dem SR im vergangenen Dezember war sich Annegret Kramp-Karrenbauer noch unsicher, wie ihre berufliche Zukunft nach der Bundestagswahl im September 2021 aussehen soll. Sie berate sich dazu mit ihrer Familie und ihrem Mann, die bei diesen Entscheidungen immer mit betroffen seien, so die CDU-Politikerin. Das vollständige Interview zum Nachhören finden Sie hier.

Inzwischen hat die frühere saarländische Ministerpräsidentin und ehemalige CDU-Bundesvorsitzende offenbar ihre Entscheidung getroffen. In einem gemeinsamen Interview mit Generalinspekteur Eberhard Zorn kündigte sie an, das Amt der Bundesverteidigungsministerin auch in der nächsten Bundesregierung übernehmen zu wollen. Sie wolle das, was sie jetzt begonnen habe und vorschlage gerne in der nächsten Legislaturperiode weiter umsetzen, sagte Kramp-Karrenbauer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es hänge jedoch auch vom Wahlergebnis und den Koalitionsverhandlungen ab, ob sie den Posten erneut übernehmen könne.

Rückzug von CDU-Spitze vor einem Jahr angekündigt

Kramp-Karrenbauer - über ihre Vergangenheit und Zukunft
Audio [SR 2, Holger Büchner / Janek Böffel, 10.02.2021, Länge: 04:19 Min.]
Kramp-Karrenbauer - über ihre Vergangenheit und Zukunft

Ihre Chance auf eine Kanzlerschaft hat die CDU-Politikerin hingegen verpasst. Am 10. Februar 2020 hatte Kramp-Karrenbauer angekündigt, sich als Bundesvorsitzende zurückzuziehen. Wegen der Coronapandemie verzögerte sich jedoch der Wechsel an der CDU-Spitze. Erst fast ein Jahr später, im Januar 2021, wurde Armin Laschet als Nachfolger Kramp-Karrenbauers gewählt.

SR-Landespolitikredakteur Janek Böffel glaubt nicht, dass Annegret Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug von der CDU-Spitze bereuen wird, wohl aber die verpasste Chance auf die Kanzlerkandidatur. Die Saarländerin sei als CDU-Bundesparteivorsitzende an "einer Kombination vieler kleiner Punkte" gescheitert. Der entscheidende Punkt sei wohl die Ministerpräsidentenwahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich mit den Stimmen der CDU- und AfD-Fraktion im Thüringer Landtag gewesen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Der Morgen" auf SR 2 KulturRadio am 10.02.2021 berichtet.

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