Kramp-Karrenbauer zu Besuch bei den HIL-Werken (Foto: SR / Carolin Dylla)

AKK kündigt Investitionen in Bundeswehrstandort Saar an

  25.11.2019 | 13:15 Uhr

Während ihres Truppenbesuchs im Saarland hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) „massive Investitionen“ in die Bundeswehrstandorte Saarlouis, Lebach und Merzig angekündigt. Allein in den nächsten fünf Jahren sollen 33 Millionen Euro in die Einrichtungen fließen, auf längere Sicht 90 Millionen.

Video [aktueller bericht, 25.11.2019, Länge: 3:13 Min.]
AKK besucht Standorte der Bundeswehr im Saarland

Gemeinsam mit Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) besuchte die Verteidigungsministerin am Vormittag die Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis und das Fallschirmjägerregiment 26 in Merzig, auch Saarlandbrigade genannt. Ein Stopp bei der Luftlandeaufklärungskompanie 260 sowie der Fernmeldekompanie des Eurokorps in Lebach standen ebenfalls auf dem Programm.

Am Montagmorgen hatte die Bundesverteidigungsministerin bereits das Werk der Heeresinstandsetzungslogistik (HIL) in St. Wendel besucht. Dort betonte sie, dass eine Privatisierung des Werkes nun eindeutig vom Tisch sei. Auch gegenüber einer möglichen Kooperation zwischen der HIL und dem Rüstungskonzern Kraus-Maffei Wegmann – einer Art Teilprivatisierung – zeigte sie sich skeptisch.

Privatisierung gestoppt

Kramp-Karrenbauer besucht das Heeres-Instandsetzungswerk
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 25.11.2019, Länge: 02:32 Min.]
Kramp-Karrenbauer besucht das Heeres-Instandsetzungswerk

Im Oktober hatte die Verteidigungsministerin die umstrittenen Privatisierungspläne für das HIL-Werk gestoppt. Ihre Amtsvorgängerin Ursula von der Leyen hatte geplant, die drei bundeseigenen HIL-Werke, zu denen auch der Standort in St. Wendel mit rund 400 Mitarbeitern gehört, an einen privaten Investor zu verkaufen. Es kam allerdings immer wieder zu Verzögerungen, auch wegen des Widerstands aus der saarländischen Politik. Auch die damalige Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hatte sich dagegen ausgesprochen.

Nordsaarland-Straße möglich

Die Ankündigung des Tages hatte mit Militärpolitik wenig zu tun. Kramp-Karrenbauer teilte mit, dass sie prüfen lasse, wie die seit Langem diskutierte Nordsaarland-Straße gebaut werden könnte.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.11.2019 berichtet.

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