Peter Altmaier und Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Pressekonferenz am 09.10.2021 (Foto: Becker Bredel)

Kramp-Karrenbauer und Altmaier verzichten auf Bundestagsmandate

  09.10.2021 | 19:35 Uhr

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Wirtschaftsminister Peter Altmaier verzichten auf ihre Mandate im Bundestag. Das teilten die beiden CDU-Politiker am Samstag in Saarbrücken mit.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Wirtschaftsminister Peter Altmaier werden nicht in den neuen Bundestag einziehen. Beide teilten am Samstag zusammen mit dem saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans mit, dass sie ihr Mandat nicht wahrnehmen wollen.

Sie begründeten den Schritt damit, den Weg für einen Generationswechsel in der CDU frei machen zu wollen. Für sie ziehen nun die 38-jährige Nadine Schön und der 41-jährige Markus Uhl als Nachrücker von der CDU-Landesliste in den Bundestag. Beide waren aber auch schon Abgeordnete im bisherigen Bundestag.

Video [aktueller bericht am Samstag, 09.10.2021, Länge: 1:43 Min.]
Zwei CDU-Minister verzichten auf Bundestagsmandate

SPD hatte alle Direktmandate gewonnen

Die SPD hatte bei der Bundestagswahl am 26. September im Saarland alle vier Direktmandate gewonnen. Dadurch hatten Schön und Uhl ihre bisherigen Mandate verloren.

Die frühere CDU-Bundesvorsitzende Kramp-Karrenbauer war über den Spitzenplatz der Landesliste in den Bundestag gewählt worden. Altmaier war auf Platz zwei angetreten.

Hans: Signal an die CDU im Bund

Es sei wichtig, jetzt einen Generationswechsel herbeizuführen, sagte Altmaier. "Erneuerung ist möglich, man muss sie nur wollen", fügte er hinzu. Kramp-Karrenbauer sagte, es reiche nicht nur zu sagen, das Land und die Partei seien wichtiger als die eigene politische Karriere. Jetzt sei eine Situation, "wo man es dann auch tun muss".

Ministerpräsident Tobias Hans sagte, nach den schmerzlichen Verlusten bei der Bundestagswahl sei es jetzt an der Zeit, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und die Partei neu aufzustellen. "Aus dem Saarland senden wir auch inhaltlich eine klare Botschaft, was die CDU im Bund jetzt braucht", so Hans.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.10.2021.

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