Das Steag-Kohlekraftwerk Weiher in Quierschied. (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Steag sieht Chancen für Saar-Kraftwerke

Karin Mayer   10.04.2019 | 07:07 Uhr

In Deutschland wird weniger Kohlestrom produziert. Das spürt auch der Steag-Konzern. Das Jahr 2018 brachte mit 2,9 Milliarden Euro weniger Umsatz und ein niedrigeres Ergebnis. Die Energiewende will das Unternehmen trotzdem mitgestalten und hofft auf den Bau von Gaskraftwerken - auch im Saarland.

Der Steag-Konzern sieht die Chance, die Kraftwerkstandorte im Saarland weiterzuentwickeln. Beispielsweise sei der Bau von Gaskraftwerken in Weiher und Bexbach grundsätzlich möglich. Weil die beiden Kraftwerke nach wie vor in der Netzreserve sind, sieht der Vorstandsvorsitzende Joachim Rumstadt einen Bedarf. Er kündigte an, den Bau von Gas- und Dampfturbinenanlagen zu prüfen.

Wasserstofferzeugung am Kraftwerk Fenne?

Steag sieht Chance für Kraftwerksstandorte
Audio [SR 3, Karin Mayer, 10.04.2019, Länge: 03:58 Min.]
Steag sieht Chance für Kraftwerksstandorte

Am Kraftwerk Fenne in Völklingen gebe es zudem die Möglichkeit, eine großtechnische Anlage für Wasserstofferzeugung aufzustellen. Fenne sei schon jetzt ein wichtiger Energieknotenpunkt mit Grubengas, Steinkohle und Fernwärme, der im Rahmen der Energiewende weiter ausgebaut werden könne. 

Steag hat weltweit 6600 Mitarbeiter. Im Saarland ist Steag mit drei Kohlekraftwerksstandorten und der Tochter Steag New Energy vertreten. 

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 10.04.2019 berichtet.

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