Luftbildaufnahme des Saarbrücker Ludwigsparkstadion im September 2019 (Foto: Alexander M. Groß)

Ludwigspark-Umbau wird nochmals teurer

Thomas Braun   29.10.2019 | 09:33 Uhr

Beim Bau des Saarbrücker Ludwigsparkes gibt es eine weitere Kostensteigerung auf mittlerweile 41 Millionen Euro - drei Millionen Euro mehr als bislang geplant. Zudem ist die Stadt nicht mehr sicher, ob der Zeitplan noch eingehalten werden kann.

Im Saarbrücker Stadtrat stehen brisante Entscheidungen an
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 29.10.2019, Länge: 01:16 Min.]
Im Saarbrücker Stadtrat stehen brisante Entscheidungen an

Derzeit sei der Umbau zwar noch im Budget - es stünden aber noch 15 Prozent der Aufträge aus, teilte die Landeshauptstadt mit. Da sie mit Nachträgen rechnet, soll der Stadtrat in seiner morgigen Sitzung weitere zwei Millionen Euro als Risikozuschlag freigeben. Eine weitere Millionen Euro ist eingeplant, um das Stadion schließlich auch in Betrieb nehmen zu können. Dieses Geld soll zum Beispiel in die Anzeigetafel und die Ausstattung der Kioske fließen.

Damit belaufen sich die Gesamtkosten für Umbau und Betrieb des Stadions nach Angaben der Stadt aktuell auf mindestens 41 Millionen Euro.

Zeitplan wackelt

"Wir befinden uns derzeit in einer kritischen Phase", sagte der neue Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt. Auch der anvisierte Termin der Fertigstellung wackelt. "Der aktuelle Zeitplan gilt nicht mehr als gesichert, er wird derzeit auf Basis des Baufortschrittes überarbeitet und fortgeschrieben", so Conradt.

Er schließt auch weitere Kostensteigerungen nicht aus. "Niemand kann zurzeit sagen, wie hoch die Gesamtkosten letztendlich ausfallen werden", so Conradt. Klar ist für ihn aber: "Wir müssen den Umbau des Ludwigsparks zum Abschluss bringen." Das aktuelle Vorgehen sei bereits mit dem Innenministerium abgestimmt.

Ursprungsplan: 16 Millionen Euro

Noch vor einem Monat war Sportdezernent Harald Schindel von einem anderen Szenario ausgegangen. "In der Preisdiskussion stecken wir alle nicht. Das werden wir alle erst am Ende erfahren. Aber im Moment gehen wir davon aus, dass wir keine Überraschungen mehr erleben werden", erklärte Schindel im aktuellen bericht. Die neuerliche Preissteigerung ist eine von vielen im Verlauf des Umbaus. Bei der Vorstellung der ersten Pläne 2013 war man noch von etwa 16 Millionen Euro an Gesamtkosten ausgegangen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.10.2019 berichtet.

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