«Kostenlose Bürgertests» steht auf einem Plakat während Personen vorüber gehen (Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl)

Kostenlose Corona-Tests nur noch bis 10. Oktober

  10.08.2021 | 17:57 Uhr

Das vom Bund finanzierte Angebot kostenloser Corona-Schnelltests soll am 10. Oktober enden. Ab 11. Oktober müssen Bürger sie in der Regel selbst bezahlen. Saar-Ministerpräsident Hans bezeichnete die Regelung für Impfunwillige als "richtig".

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass Corona-Tests ab 11. Oktober kostenpflichtig werden. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte, Tests seien zwar hilfreich bei der Kontrolle der Pandemie, könnten anders als Impfungen aber nicht vor Infektionen schützen. "Deshalb ist es richtig, dass diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, ab dem 11. Oktober für ihre Tests selbst aufkommen müssen."

Aus für kostenlose Corona-Tests
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 10.08.2021, Länge: 02:31 Min.]
Aus für kostenlose Corona-Tests

Weiterhin kostenlose Schnelltests soll es für Menschen geben, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt - also insbesondere Schwangere und unter 18-Jährige.

Eine Flugreisende auf dem Weg zu einem Testzentrum. (Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)
Eine Flugreisende auf dem Weg zu einem Testzentrum.

Ungeimpfte sollen "angemessenen Preis" für Tests zahlen

Bund und Länder begründen das Aus der kostenlosen Corona-Tests damit, dass mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht werden könne. Eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit die Steuerzahler sei daher nicht vorgesehen. Ungeimpfte sollen laut Bundesregierung künftig einen "angemessenen Preis" für die Corona-Tests zahlen.

Der Bund übernimmt seit Anfang März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche für alle Bürger. Das kostete nach Angaben des Bundesamts für Soziale Sicherung schon mehr als drei Milliarden Euro.

Testpflicht soll ausgeweitet werden

Spätestens ab dem 23. August soll zudem für alle Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, an vielen Stellen eine Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests gelten, der nicht älter ist als 24 Stunden oder eines negativen PCR-Tests, der nicht älter ist als 48 Stunden.

Tests sollen Voraussetzung sein für:

  • Zugang als Besucher zu Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Zugang zur Innengastronomie
  • Teilnahme an Veranstaltungen und Festen (z.B. Informations-, Kultur- oder Sportveranstaltungen) in Innenräumen
  • Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (z.B. Friseur, Kosmetik, Körperpflege)
  • Sport im Innenbereich (z.B. in Fitness-Studios, Schwimmbädern oder Sporthallen)
  • Beherbergung: Test bei Anreise und zwei Mal pro Woche während des Aufenthalts

Bilanz zu den Corona-Zahlen im Saarland
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 10.08.2021, Länge: 02:13 Min.]
Bilanz zu den Corona-Zahlen im Saarland

Meinungsbild zu kostenpflichtigen Schnelltests
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 10.08.2021, Länge: 01:31 Min.]
Meinungsbild zu kostenpflichtigen Schnelltests

Die meisten der Testregeln gelten im Saarland bereits. Die Länder können laut dem Beschluss die sogenannte 3G-Regel, also Zugang nur für Getestet, Geimpfte oder Genesene, ganz oder teilweise aussetzen, solange die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt, oder weitere Indikatoren, wie die Situation im Gesundheitssystem, es zulassen. Eine neue Rechtsverordnung wird im Saarland nach Angaben der Staatskanzlei nicht vor dem 20. August in Kraft treten.

Kaum Änderungen der saarländischen Coronaregeln durch Bund-Länder-Beschlüsse
Audio [SR 3, Interview: Nadine Thielen / Henrik Eitel, 11.08.2021, Länge: 04:12 Min.]
Kaum Änderungen der saarländischen Coronaregeln durch Bund-Länder-Beschlüsse

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 10.08.2021 berichtet.

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