Tafel am Eingang zu einem Restaurant. Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Getestete.  (Foto: IMAGO / Sven Simon)

Dehoga wünscht sich mehr Kontrollen

Kai Forst   07.11.2021 | 12:10 Uhr

Impfzertifikat, negativer Test, Kontakte: Die Regeln bei einem Restaurant- oder Kneipenbesuch sind klar definiert. Doch nicht alle Gastronomen halten sich an die Vorgaben. Der Branchenverband Dehoga fordert daher mehr Kontrollen durch die Ordnungsbehörden.

Wie viele schwarze Schafe es in der Gastronomie-Branche gibt, die sich nicht an die Kontrolle der gesetzlich vorgeschriebenen 3G-Regeln bei ihren Gästen halten, ist schwer nachvollziehbar. Dass es sie gibt, scheint allerdings unbestritten. Das hatte zuletzt auch für Unmut bei Ministerpräsident Tobias Hans gesorgt, der auch strengere Kontrollen durch die Ordnungsbehörden angekündigt hat.

"Es fehlt die Kontrolldichte"

Mehr Kontrollen durch die Ordnungsämter wünscht sich auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Saarland. Zwar hielten sich nach Ansicht von Hauptgeschäftsführer Frank Horath die meisten Betriebe an die gesetzlichen Vorgaben. Allerdings gebe es auch schwarze Schafe. „Es gibt Vorsatztäter, also Lokale, die nicht so genau hinsehen“, sagte Horath dem SR. In diesen Fällen seien verstärkte Kontrollen wünschenswert. „Es fehlt einfach die Kontrolldichte durch die Behörden."

Gleichzeit rät Horath, Betriebe zu meiden, die auf die Kontrolle der 3G-Regeln verzichten. „Außerdem sollte man die Betreiber darauf ansprechen, wenn sie nicht kontrollieren“, so der Dehoga-Geschäftsführer.

Kaum Kontrollen in einigen Städten

Derzeit scheinen die Kontrollen der Gastronomen durch die Ordungsämter je nach Kommune sehr unterschiedlich zu verlaufen. Das ergab eine Umfrage des SR. Die Stadt Neunkirchen teile mit, dass Kontrollen aktuell lediglich „anlassbezogen bei einem Anfangsverdacht auf Verstöße gegen die Nachweispflicht“ erfolgten.

St. Ingbert erklärte gar, dass „explizite Kontrollen nicht stattfinden, da diese flächendeckend durchgeführt werden müsste“. Personell sei das nicht umsetzbar. In Merzig würden stichpunktartige Kontrollen durchgeführt. In St. Wendel soll künftig wieder kontrolliert werden. In den vergangenen Monaten sei das wegen der stagnierenden Infektionslage nicht nötig gewesen, teilte das Rathaus dort mit.

Regelmäßiger scheint in Homburg kontrolliert zu werden. Ein Sprecher erklärte, dass „ständig Außendienstkräfte im Einsatz“ seien. Auch in Saarlouis wird nach Angaben der Stadt durch die Vollzugspolizei und die Ortspolizeibehörde kontrolliert. „Dies gehört zu den Standardaufgaben dieser Behörden und findet daher regelmäßig statt“, so eine Sprecherin.

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