Die Saarbrücker Bahnhofstraße, die Haupteinkaufsstraße der Stadt, wirkt menschenleer (Foto: picture alliance/Oliver Dietze/dpa)

Kontaktbeschränkung wird bundesweit verlängert

  01.04.2020 | 17:36 Uhr

Auch bundesweit werden die bestehenden Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise mindestens bis nach den Osterferien verlängert. Das Saarland hatte bereits vor zwei Tagen eine Verlängerung beschlossen.

Die Bürger "bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren", heißt es in einer Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer, die der Deutschen Presse Agentur (dpa) vorliegt.

Merkel sagte nach der Schaltkonferenz, die Menschen in Deutschland sollten generell auf private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - verzichten. "Eine Pandemie kennt keine Feiertage", so Merkel.

Hans: Keine Debatte über eine verfrühte Lockerung

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans betonte, es sei wichtig, im Kampf gegen Corona bundesweit koordiniert vorzugehen. "Wir sind uns einig, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen notwendig sind und es derzeit keine Debatte über eine verfrühte Lockerung geben darf", so Hans. Er wisse, dass viele Menschen die Osterfeiertage gerne im größeren Familienkreis verbracht hätten. Aber es bleibe das Gebot der Stunde, die Bevölkerung zu schützen und den Krankenhäusern wertvolle Zeit für die Behandlung der Patienten zu verschaffen.

Keine Schutzmaskenpflicht

Unter Berufung auf Teilnehmerkreise an der Schaltkonferenz berichtet die dpa, dass am 14. April - dem Dienstag nach Ostern - erneut über die Lage beraten werden soll. Es habe zudem große Einigkeit bestanden, dass es keine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken geben solle. Es sei deutlich gemacht worden, dass man sich an die bestehenden Auflagen halten müsse, selbst wenn man solche Masken trage.

Maßnahmen im Saarland bereits verlängert

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Im Saarland herrschen im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Einschränkungen im öffentlichen Leben, die so genannten Ausgangsbeschränkungen. Was noch erlaubt ist und was nicht, haben wir hier zusammengestellt.

Das Saarland und einzelne andere Bundesländer hatten seine Maßnahmen bereits vor einigen Tagen bis einschließlich 20. April verlängert. Hier gilt weiterhin, dass nur vor die Tür darf, wer einen triftigen Grund hat. Triftige Gründe können zum Beispiel Einkäufe, der Weg zur Arbeit - aber auch Besorgungen im Baumarkt oder Spaziergänge mit Angehörigen des eigenen Haushaltes oder maximal einer weiteren Person sein.

Wer sich nicht an diese Regelungen hält, muss mit künftig mit hohen Bußgeldern rechnen.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 01.04.2020.

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