Münzen mit einem 50 Euroschein als Dach (Foto: Pixabay/Skitterphoto)

Kommunen reduzieren Kassenkredite

Christoph Grabenheinrich   07.04.2019 | 15:00 Uhr

Im zweiten Jahr in Folge konnten die Kommunen im Saarland die Gesamtsumme ihrer Kassenkredite reduzieren. Das geht aus Zahlen des Bundesamtes für Statistik und des saarländischen Finanzministeriums hervor.

Im Jahr 2018 sanken die Kassenkredite um gut 120 Millionen Euro. Das sind 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotzdem stehen die Kommunen gemeinsam noch mit gut 1,9 Milliarden Euro in der Kreide, sind damit weiterhin bundesweit Spitzenreiter. Die kommunale Pro-Kopf-Verschuldung liegt allein bei den Kassenkrediten damit immer noch bei über 2000 Euro, in Bayern sind es nicht mal 20 Euro.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 07.04.2019, Länge: 2:16 Min.]
Saarländische Kommunen schaffen Reduzierung ihrer Kassenkredite

Keine Kassenkredite in St. Wendel, Merzig und Saarlouis

Trotzdem konnte fast die Hälfte der Kommunen Kassenkredite abbauen. Die größte Summe konnte die Landeshauptstadt tilgen. 80 Millionen Euro weniger in Saarbrücken, Minus knapp 11 Prozent. In Großrosseln wurden 75 Prozent der Kassenkredite abgebaut, Minus 6,7 Millionen Euro. Lediglich Sankt Ingbert und Losheim haben überhaupt keine Kassenkredite.

Bei den Kreisen baute der Saarpfalz-Kreis am stärksten ab, fast 11 Millionen Euro weniger, das sind über 50 Prozent. Die Kreise Sankt Wendel, Merzig-Wadern und Saarlouis haben keine Kassenkredite in den Büchern. Ein Schritt in die richtige Richtung, heißt es im Finanzministerium, der allerdings fortgesetzt werden müsse. Die Kassenkredite seien eine tickende Zeitbombe in den Rathäusern.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 07.04.2019 berichtet.

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