Das Steag-Kohlekraftwerk Weiher in Quierschied. (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Saarland fordert Hilfen beim Kohleausstieg

Uli Hauck   29.01.2019 | 17:48 Uhr

Die saarländische Landesregierung möchte ein Spitzengespräch mit der Bundesregierung zur Beendigung der Kohleverstromung im Saarland und der geplanten Umsetzung von Struktur- und Soforthilfen. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel fordern Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) konkrete Verhandlungen über die Umsetzung des Kohle-Ausstiegs im Saarland.

Hans und Rehlinger befürchten, dass bei einem Abschalten der saarländischen Kohle-Kraftwerke unter anderem die Fernwärmeversorgung betroffen sein könnte. Außerdem rechnet die Landesregierung damit, dass saarlandweit bis zu 600 Jobs wegfallen. Der Verlust an regionaler Wertschöpfung wird mit bis zu 300 Millionen Euro pro Jahr beziffert.

Am Donnerstag trifft sich die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Braunkohleländer. Ministerpräsident Hans wird an diesem Gespräch nicht teilnehmen. Erst am Samstag wurde der Abschlussbericht der Kohlekommission fertiggestellt. Darin enthalten ist auch eine Liste mit saarländischen Projekten für den Strukturwandel.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 29.01.2019 berichtet.

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