Einleitung in Gewässer (Foto: SR)

Strafanzeige gegen RAG

Mirko Tomic   28.06.2019 | 14:19 Uhr

Der Illinger Bürgermeister Armin König (CDU) hat Strafanzeige gegen den Bergbaukonzern RAG wegen umweltgefährdender Gewässerverunreinigung gestellt. Hintergrund ist die Weigerung der RAG, in Reden das stark mit Schadstoffen belastete Grubenwasser vor der Einleitung in die Gewässer zu filtern.

Video [aktueller bericht, 28.06.2019, ab Min: 13:36]
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Bis zu 15 Millionen Kubikmeter Grubenwasser landen jährlich in den Gewässern. Das Umweltministerium hatte im Dezember 2018 der RAG für die Filterung des Grubenwassers Auflagen gemacht. Der Konzern hat dagegen Widerspruch eingelegt. Man will in Reden keine Filteranlage bauen, weil man darauf setzt, den Standort schließen zu können. Ein entsprechender Antrag liegt dem Oberbergamt im Rahmen des geplanten Grubenwasseranstiegskonzept der RAG vor.

Strafanzeige gegen RAG
Audio [SR 3, Mirko Tomic, 28.06.2019, Länge: 00:48 Min.]
Strafanzeige gegen RAG

Der Illinger Bürgermeister Armin König hält es für einen "Skandal", dass die RAG seit Jahren "ohne Rücksicht auf Menschen, Tiere und Umwelt" das stark belastete Grubenwasser ungefiltert entsorgen kann. Für die Einleitung fehlt nach seiner Auffassung die rechtliche Grundlage.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 28.06.2019 berichtet.

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