Krankenhäuser im Saarland: Marienkrankenhaus in St. Wendel (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Sozialausschuss berät über Pflegesituation bei Marienhaus

mit Informationen von Peter Ring   29.04.2020 | 17:48 Uhr

Der Sozialausschuss des Landtags hat sich am Mittwoch mit der Situation in den Marienhauskliniken Ottweiler und Sankt Wendel auseinandergesetzt. Dem Unternehmen war von der Gewerkschaft Verdi fahrlässig schlechte Pflege durch Personalausdünnung vorgeworfen worden.

Über Video zugeschaltet wies Marienhaus die Vorwürfe gefährlicher Pflege zurück. Wie schon im Schreiben am Dienstag betonte das Unternehmen, die wenigen Patienten, die derzeit in Ottweiler und Sankt Wendel behandelt würden, seien jederzeit gut versorgt.

Video [aktueller bericht, 29.04.2020, Länge: 3:03 Min.]
Marienhausgruppe äußert sich zur Pflegesituation

Das Gesundheitsministerium ist vom Ausschuss dennoch aufgefordert, anhand der Auflistung der Gewerkschaft Verdi zu prüfen, ob die Personaluntergrenzen auf den einzelnen Stationen deutlich unterschritten werden. Das hatte die Gewerkschaft dem Unternehmen vorgeworfen und dass daraus lebensgefährliche Situationen für Patienten entstünden.

Mitarbeitervertretung kontra Gewerkschaft

Die Mitarbeitervertretung in Sankt Wendel schloss sich dieser Kritik nicht an: Hier überziehe Verdi. Das derzeit nicht benötigte Personal baue Überstunden ab und sei teilweise in Zwangsurlaub geschickt worden. Das sei der derzeitigen nur etwa halben Auslastung beider Kliniken geschuldet. Entlassen worden sei niemand.

Über dieses Thema berichtete die SR 3 Rundschau am 29.04.2020.

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