Frisör Klier (Foto: IMAGO / Manfred Segerer)

Friseurkette Klier vor Rettung

  07.04.2021 | 17:27 Uhr

Bei der Friseurkette Klier haben die Gläubiger einem Insolvenzplan zugestimmt. Damit könnte das in der Corona-Pandemie unter Druck geratene Unternehmen auch im Saarland weitermachen – allerdings mit weniger Filialen als zuvor.

Bundesweit sinkt die Zahl der Läden von Deutschlands größter Friseurkette Klier von 1350 auf 850. Das Unternehmen will damit sein Überleben sichern. Die Zahl der Mitarbeiter sank von 8500 auf 6400. Eine nach Unternehmensangaben „nicht unwesentliche Anzahl“ von Mitarbeitern habe selbst gekündigt. Zu den Mitarbeiterzahlen im Saarland gab Klier keine Auskunft.

Fünf Filialen geschlossen

Im Saarland wurden im Zuge des Verfahrens die Klier-Filialen in Homburg und Saarlouis sowie die drei Saarbrücker Läden geschlossen. Unter dem Namen Klier sind derzeit noch insgesamt drei Filialen in Völklingen, Neunkirchen und Bexbach zu finden. Dazu kommen die ebenfalls zur Unternehmensgruppe gehörenden Essanelle-Filialen in Saarbrücken und Neunkirchen, die Hairexpress-Filialen in Neunkirchen und Homburg sowie Styleboxx in Losheim am See.

Klier war infolge der Pandemie immer mehr in Bedrängnis geraten. Auch die Überbrückungshilfen konnten die hohen Einnahmeeinbußen während des ersten Shutdowns im Frühjahr 2020 nicht ausgleichen. Nachdem Anfang September 2020 zunächst ein Schutzschirmverfahren beantragt worden war, hatte im Dezember das Insolvenz-Hauptverfahren begonnen.

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