Helferinnen und Helfer der Flutkatastrophe im E-Werk in Saarbrücken. (Foto: Lisa Krauser / SR)

Bouillons Helferfest-Kontakte werden ermittelt

Thomas Gerber / Onlinefassung: Axel Wagner   15.11.2021 | 07:51 Uhr

Die Corona-Infektion von Innenminister Bouillon könnte weitere Kreise ziehen. Das federführende Gesundheitsamt St. Wendel versucht jetzt, die Kontakte des CDU-Politikers der vergangenen Tage nachzuvollziehen.

Innenminister Klaus Bouillon hat am Samstag ein positives Corona-Testergebnis erhalten. Der CDU-Politiker, der nach Angaben einer Sprecherin bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten und Erkältungssymptomen aufgewiesen habe, musste in Quarantäne.

Großes Helferfest im E-Werk

Am vergangenen Dienstag hatte Bouillon noch an der Kabinettssitzung teilgenommen. Tags darauf gab es dann das große Helferfest im Saarbrücker E-Werk, das sich nun zum Superspreader-Event auswachsen könnte.

Mehr als 1000 Angehörige von Feuerwehr, Polizei, THW und anderen Hilfsorganisationen, die im Katastrophengebiet im Ahrtal im Einsatz gewesen waren, hatten im E-Werk auf Einladung von Bouillon und Ministerpräsident Hans gefeiert. Kaum jemand trug eine Maske, Abstände wurden meist nicht eingehalten.

Bislang keine weiteren Fälle gemeldet

Da nur Geimpfte, Genesene und Getestete in die Halle durften, beschränkt sich die Kontaktnachverfolgung unter Federführung des Gesundheitsamtes St. Wendel nur auf Personen, die mit Bouillon an einem Tisch gesessen oder länger mit ihm gesprochen hatten. Das E-Werk verfüge zudem über eine leistungsstarke Raumlufttechnik, außerdem seien wohl fast alle Gäste durchgeimpft gewesen.

Die möglicherweise Betroffenen werden von ihren Gesundheitsämtern kontaktiert. Weitere Coronafälle, so der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald, seien bislang nicht gemeldet worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.11.2021 berichtet.

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