Ein geschlossenes Fitnessstudio (Foto: Imago Images/MIS)

Fitnessstudios bleiben zu

  11.11.2020 | 12:11 Uhr

Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat die Klage mehrerer Fitnessstudiobetreiber gegen die Corona-Verordnung abgelehnt. Die Schließung der Studios sei verhältnismäßig, um weitere Ansteckungen im Freizeitbereich zu verhindern, begründet das Gericht seine Entscheidung.

Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes (OVG) hat mehrere Eilanträge von saarländischen Fitnessstudiobetreibern zurückgewiesen. Diese hatten gegen die in der aktuellen Corona-Rechtsverordnung festgehaltene Zwangsschließung von Sport- und Freizeiteinrichtungen geklagt.

"Besonderes Risiko" in Studios

Das OVG begründete die Entscheidung damit, dass durch die körperliche Anstrengung wechselnder Personen in geschlossenen Räumen ein besonderes Risiko zur Ansteckung in den Studios zu befürchten sei. Um den exponentiellen Anstieg der Neuinfektionen einzudämmen und so eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden, sei die zeitlich begrenzte Schließung deshalb sinnvoll.

Erfolgreiche Klage gegen Rechtsverordnung
Tätowierer und Piercer dürfen wieder öffnen

Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgericht einer Klage der Tattoo- und Piercingstudiobetreiber im Saarland stattgegeben - diese dürfen ihre Studios wieder öffnen. Das Verwaltungsgericht des Saarlandes gab am Mittwoch außerdem dem Betreiber einer Saarbrücker Fußpflegepraxis statt - er darf vorerst wieder seine Dienste anbieten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.11.2020 berichtet.

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