Demonstration gegen die Bistumsreform vor dem Trierer Dom im Oktober 2018. (Foto: SR/Oliver Buchholz)

Reformkritiker wollen in Rom klagen

  19.09.2019 | 07:02 Uhr

Der Streit um die geplante Reform im Bistum Trier landet voraussichtlich vor Gericht. Reinhard Biringer von der Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" hat eine zeitnahe Klage vor dem Kirchengericht in Rom angekündigt.

Biringer sieht eine Chance, die Reform so noch zu stoppen. Möglich wäre nach seinen Worten auch eine Klage vor den Verwaltungsgerichten. "Wir sehen aber die Chance, gehört zu werden, die Dinge noch zu stoppen oder zu verändern, und dass der Bischof uns Gehör schenkt, dann am größten, wenn wir in Rom klagen", so Biringer.

Video [aktueller bericht, 18.09.2019, Länge: 3:10 Min.]
Ärger wegen Pfarreien-Reform und Pfarrer-Versetzungen

Die geplanten neuen 35 Pfarreien sind aus Sicht der Initiative viel zu groß. Sie kritisiert außerdem die Veränderung auf der Verwaltungsebene, etwa mit neuen Leitungsteams. Nach Angaben der Initiative haben sich inzwischen Vertreter aus über 350 Pfarreien dem Protest angeschlossen, darunter auch mehr als 30 Priester.

Am Mittwoch sind die ersten Leitungsteams der neuen Großpfarreien bekannt gegeben worden. Der künftig größten deutschen Pfarrei, Saarbrücken, wird Clemens Grünebach vorstehen.

Strukturreform im Bistum Trier
Neue Pfarrer für Großpfarreien benannt [18.09.2019]
Das Bistum Trier hat die ersten neuen Pfarrer für die Großpfarreien benannt, die zum 01.01.2020 die Leitung übernehmen. Auch die Leitungsteams von fünf saarländischen Pfarreien stehen fest.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 18.09.2019 im SR Fernsehen berichtet.

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