Erzieherin sitzt in einer Kita mit Kindern im Kreis und macht Spiele. (Foto: Imago/Imagebroker/Jan Tepass)

Verband befürchtet Durchseuchung der Kitas im Saarland

  30.01.2022 | 10:55 Uhr

In einem Brandbrief hat der Verband der Kita-Fachkräfte die neuen Quarantäneregeln im Saarland kritisiert. Die Politik nehme in Kauf, dass „viele Fachkräfte und Kinder erkranken und Kitas regelrecht durchseucht werden“, heißt es in dem Schreiben des Verbandes.

In dem Brandbrief zeigt sich der Verband der Kita-Fachkräfte mit Blick auf die rapide steigenden Infektionszahlen besorgt. Die neuen Regeln, die besagen, dass keine ganzen Gruppen mehr in  Quarantäne geschickt werden, verschärften die Situation.

Keine Unterbrechung der Infektionsketten

In den Kitas seien fast alle Kinder ungeimpft, trügen keine Masken und könnten keinen Abstand halten. Das werde zwangsläufig dazu führen, dass die Infektionsketten nicht mehr unterbrochen werden könnten und sich mehr Fachkräfte und Kinder in viel kürzerer Zeit als bislang infizierten.

Immer mehr Personal fällt aus

„Die Verantwortlichen nehmen damit billigend in Kauf, dass viele Fachkräfte und Kinder erkranken und Kitas regelrecht durchseucht werden“, heißt es in dem Brief weiter. Immer mehr Kita-Beschäftigte fielen derzeit erkrankt aus, „obwohl sie geimpft und geboostert sind“. Die Folge werde sein, dass einzelne Gruppen oder auch ganze Kitas vorübergehend schließen würden, weil Personal fehle.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.01.2022 berichtet.

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