Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden (Foto: picture alliance/dpa/Monika Skolimowska)

Mehr Personal für Kitas im Saarland

Carolin Dylla   19.01.2022 | 17:16 Uhr

Der Landtag hat am Mittwoch das saarländische Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsgesetz verabschiedet. Ziel des Gesetzes ist, die Personalsituation an saarländischen Kitas zu verbessern. Die Opposition bezweifelt aber, ob das Gesetz zu einer besseren Betreuung in den Kitas führen wird.

Die Personalsituation in den saarländischen Kitas soll verbessert werden. Der Landtag hat am Mittwoch deshalb in zweiter Lesung das sogenannte "Saarländische Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsgesetz" verabschiedet.

Zu wenige Erzieher

Es ist vor allem ein Punkt, den die Fraktionen Linke und Saar-Linke immer noch scharf kritisieren. Das saarländische Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsgesetz, so die Abgeordneten Astrid Schramm und Barbara Spaniol, helfe nicht dabei, die so genannte Fachkraft-Kind-Relation in den Kitas zu verbessern.

Das heißt: Im Saarland müssen im Vergleich zu anderen Bundesländern zu wenige Erzieherinnen und Erzieher zu viele Kinder betreuen. Beide Politikerinnen beziehen sich mit ihrer Kritik auf die Aussagen von Gewerkschaften und Fachverbänden während der Anhörung im Ausschuss.

Land trägt Kosten für Hauswirtschaftskräfte

CDU und SPD hingegen verteidigen das Gesetz. Es sei trotz aller Kritik ein entscheidender Schritt nach vorn, so Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Das zeige sich unter anderem darin, dass das Land die Kosten für Hauswirtschaftskräfte übernehme – wodurch die Kitas mehr Erziehungspersonal einstellen könnten.

Die CDU-Abgeordnete Sandra Johann betonte zudem, dass auch die Anerkennung von mehr französischen pädagogischen Abschlüssen dazu führen werde, dass sich die Personalsituation an den Kitas verbessert.

Aus Sicht von AfD-Fraktionschef Josef Dörr entspricht das Gesetz zwar nicht allen Erwartungen – aber Verbesserungen seien erkennbar.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.01.2022 berichtet.

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