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Kita-Mitarbeiter nach Kinderporno-Vorwürfen entlassen

Caroline Uhl   03.07.2020 | 17:30 Uhr

Ein Mitarbeiter einer St. Ingberter Kita ist nach Kinderporno-Vorwürfen entlassen worden. Die Stadt hat dem SR einen entsprechenden Bericht der Saarbrücker Zeitung bestätigt.

Seit Mitte Juni hatte der Mann als Kinderpfleger in der Einrichtung gearbeitet. Wie ein Sprecher dem SR mitteilte, habe die Stadt St. Ingbert am Mittwoch von den Vorwürfen des Besitzes von Videos mit kinderpornografischen Inhalten gegen ihn erfahren.

Noch am selben Tag sei er fristlos entlassen worden, inklusive Hausverbot. Er habe zuvor im Rahmen seiner Probezeit unter engmaschiger Anleitung gestanden und sei nach derzeitigem Kenntnisstand auch nie alleine mit Kindern gewesen.

Geldstrafe wegen Besitz von Kinderpornos

Die Vorwürfe gegen den Mann allerdings sind nicht neu: Die Ermittlungen gegen ihn laufen schon seit über einem Jahr. Im Mai hatte ihn das Amtsgericht sogar bereits wegen des Besitzes von Kinderpornos zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Beschuldigte wie auch die Staatsanwaltschaft hatten gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Und noch vor einem Urteil im Berufungsverfahren wurde der Mann in der St. Ingberter Kita eingestellt. Ob sich das nicht hätte verhindern lassen können – diese Frage ist noch offen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 03.07.2020 berichtet.

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