Blick in den Verkaufsraum eines Autohändlers (Foto: picture alliance / dpa | Tobias Hase)

Deutlich weniger Neuzulassungen im Saarland

  19.01.2021 | 09:45 Uhr

Die Corona-Pandemie macht sich auch auf dem Automarkt im Saarland bemerkbar. Nach Angaben des saarländischen Kfz-Verbandes sind 2020 knapp 35.689 Neuwagen zugelassen worden, rund 6000 weniger als im Vorjahr. Gewinner der Krise sind die E-Autos.

Die schlechtere Jahresbilanz spiegele die beiden mehrwöchigen Lockdown-Phasen des vergangenen Jahres wider, teilte Martin Bitsch mit, Vorsitzender des Kfz-Verbandes im Saarland. Das Minus von rund 6000 Neuzulassungen entspreche in etwa dem durchschnittlichen zweimonatigen Verkaufsvolumen.

Verbrenner verlieren, E-Autos gewinnen

Verlierer in der Jahresbilanz sind laut Bitsch die Verbrenner mit hohen zweistelligen Minuszahlen. So hätten Benziner 34,2 Prozent, Diesel 21 Prozent eingebüßt. Auf der Gewinner-Straße sei dank der hohen Kaufhilfen von bis zu 9000 Euro hingegen die Elektromobilität. Hier wurden im Saarland im vergangenen Jahr 1936 Fahrzeuge zugelassen. 2019 waren es noch 412.

Verband fordert "zügige Öffnung"

Mit Blick auf die verlängerten Corona-Einschränkungen forderte Bitsch eine Öffnungsperspektive. Der Autohandel benötige dringend Liquidität. "Hilfe zur Selbsthilfe durch eine zügige Öffnung unter Auflagen ist da der beste Weg für Unternehmen und damit auch für die Arbeitsplätze," sagte Bitsch.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.01.2021 berichtet.

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