Symbolbild: Blick in ein Logistikzentrum (Foto: dpa/Bernd Settnik)

80 Kennametal-Beschäftigte verlieren ihren Job

Karin Mayer   31.10.2019 | 16:34 Uhr

Der US-Werkzeughersteller Kennametal will sein Logistikzentrum in Neunkirchen schließen. Ein Alternativkonzept der IG Metall hat das Unternehmen abgelehnt.

Künftig soll der Dienstleister UPS die Aufgaben übernehmen, obwohl die Gewerkschaft dem Unternehmen die erwarteten Einsparungen von 19 Millionen US Dollar in zehn Jahren zugesichert hat. Jörg Caspar von der IG Metall Neunkirchen kritisierte die Haltung des Unternehmens. Schon jetzt zeige sich, dass UPS etwa Zollformalitäten nicht erledigen könne. Die Kundenreklamationen seien bereits gestiegen.

Video [aktueller bericht, 31.10.2019, Länge: 2:28 Min.]
Schließung der Kennametal-Niderlassung nicht abzuwenden

Kennametal Neunkirchen wird geschlossen
Audio [SR 3, Karin Mayer, 31.10.2019, Länge: 03:08 Min.]
Kennametal Neunkirchen wird geschlossen

Die IG Metall hatte angeboten, die Beschäftigten in einen neuen Tarifvertrag Kontraktlogistik zu überführen. Durch den Einsatz von mehr eigenen Mitarbeitern am Abend hätte man zudem auf ein Subunternehmen verzichten können.

Die Sozialplanverhandlungen für die 80 Beschäftigten sollen Ende November beginnen. Unternehmen und Gewerkschaft haben dafür eine Einigungsstelle angerufen.

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