Hotel-Rezeption (Foto: Stephanie Pilick/dpa)

Saarland will keine Gäste aus Corona-Hotspots

Informationen von Janek Böffel   26.06.2020 | 13:56 Uhr

Im Saarland dürfen ab Montag keine Gäste mehr untergebracht werden, die aus einem Landkreis kommen, in dem es einen größeren Ausbruch des Coronavirus gibt. Das betrifft aktuell beispielsweise den Kreis Gütersloh. Das hat die saarländische Landesregierung entschieden.

Der saarländische Ministerrat hat am Donnerstag in einer Sondersitzung beschlossen, dass Personen, die aus einem Landkreis kommen in dem das Infektionsgeschehen mehr als 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner beträgt, nicht im Saarland beherbergt werden dürfen. Ausgenommen ist, wer ein Attest vorlegen kann, das nicht älter als zwei Tage ist. Außerdem sollen dringend notwendige dienstliche oder medizinische Gründe zulässig sein.

Damit reagiert die Landesregierung auf die Entwicklungen im Kreis Gütersloh. Bereits unter der Woche hatte sich Ministerpräsident Tobias Hans laut SR-Informationen in einem Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz Markus Söder gewandt. Er bat darum, eine einheitliche Regelung in Deutschland zu finden. Die neue Regelung tritt am 29. Juni 2020 in Kraft.

Private Besuche sind weiterhin erlaubt, teilte die Landesregierung auf SR-Anfrage mit.

Regelungen für Rückreise nach Deutschland
Urlauber sollten sich über Quarantäneregeln informieren

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 26.06.2020

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja