Windräder (Foto: dpa/picture alliance/Rupert Oberhäuser)

Keine neuen Windräder im Saarland genehmigt

  26.01.2021 | 16:08 Uhr

Im vergangenen Jahr ist im Saarland kein einziger Windrad-Neubau genehmigt worden. Es gab aber auch keine abgelehnten Anträge. Der Ausbau der Windenergie ist dennoch nicht gestoppt, sagt das Umweltministerium.

Sechs neue Windräder mit einer Gesamtleistung von 16,9 Megawatt, die bereits zuvor genehmigt waren, wurden 2020 im Saarland aufgestellt, wie aus vorläufigen Berechnungen hervorgeht, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegen. Das waren etwas mehr als auf dem Tiefpunkt von 2019 (zwei), aber deutlich weniger als in den Jahren davor, als der Ausbau regelmäßig im zweistelligen Bereich lag (Spitzenwert 2017: 36).

2021 werden nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums, das für die Genehmigungen der Anlagen zuständig ist, voraussichtlich sieben Windenergieanlagen, die bereits genehmigt sind und sich im Bau befinden, mit einer Leistung von 24 Megawatt in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus befänden sich 19 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung ca. 87 Megawatt in einem laufenden Genehmigungsverfahren.

Die Anträge für neue Windkraftanlagen seien mit Inkrafttreten der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2017 vorübergehend auf Null zurückgegangen, so das Umweltministerium. Das sei aus Sicht der Behörde der Grund für die niedrigeren Zuwachszahlen in den letzten Jahren.

Bundesweite Flaute

Bundesweit herrschte beim Ausbau der Windkraftanlagen an Land im vergangenen Jahr ziemliche Flaute. Insgesamt sind nach den Berechnungen 415 Anlagen hinzugekommen. Sie liefern eine Leistung von rund 1400 Megawatt. Zwischen 2013 und 2018 waren es dagegen durchschnittlich jährlich 4000 Megawatt.

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