Mundschutzmasken im Mülleimer (Foto: IMAGO / Lichtgut)

Großteil der Coronaregeln entfällt zum 3. April

  29.03.2022 | 19:39 Uhr

Das Saarland wird keine Hotspot-Regelung anwenden. Darauf hat sich der Ministerrat geeinigt. Damit gilt die Maskenpflicht ab Sonntag nur noch im ÖPNV und in gefährdeten Bereichen. Zutrittsbeschränkungen durch 3G oder 2G-plus entfallen.

Ab 3. April fallen im Saarland weitere Coronaregeln weg. Das Land verzichtet darauf, die sogenannte Hotspot-Regelung anzuwenden.

Viele Beschränkungen fallen weg

Damit gilt dann nur noch der Basisschutz aus dem Infektionsschutzgesetz, der vor allem eine Maskenpflicht für öffentliche Verkehrsmittel und Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personen vorsieht. Dazu gehören zum Beispiel Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Bisherige Ausnahmen wie z. B. für Kleinkinder bleiben bestehen.

Video [aktueller bericht, 29.03.2022, Länge: 3:22 Min.]
Großteil der Coronaregeln entfällt zum 3. April

Der Basisschutz umfasst zudem auch Testpflichten in bestimmten Einrichtungen wie Schulen oder Kindertagesstätten.

Die Maskenpflicht in Innenräumen fällt hingegen ab 3. April weg. Dann gilt nach Angaben des Gesundheitsministeriums keine Maskenpflicht mehr beim Einkaufen oder in Schulen und Kitas. Auf freiwilliger Basis sei die Nutzung von Masken aber weiterhin möglich.

Interview Corona-Experte: "Besser weiter Maske tragen"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner (c) SR, 31.03.2022, Länge: 10:33 Min.]
Interview Corona-Experte: "Besser weiter Maske tragen"

Auch die 3G-Beschränkungen, die derzeit noch in vielen Bereichen im Saarland gelten, etwa in Restaurants und beim Frisör, fallen ab Sonntag weg. Auch die 2G-plus-Regelung in Diskotheken und Clubs entfällt.

Antrag für längere Corona-Maßnahmen gescheitert

Das Saarland und vier weitere Bundesländer waren am Montag mit dem Antrag gescheitert, die Coronaschutzmaßnahmen um vier Wochen zu verlängern. Die bundesweiten Maßnahmen enden damit spätestens zum 2. April.

Saarland verzichtet auf Hotspot-Regelung
Audio [SR 2/Carolin Dylla, 29.03.2022, Länge: 03:49 Min.]
Saarland verzichtet auf Hotspot-Regelung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach forderte die Bundesländer stattdessen auf, von der Hotspot-Regelung Gebrauch zu machen. Am Morgen hatte bereits Baden-Württemberg den Verzicht auf Hotspot-Regelungen erklärt.

Kritik an Regelung

Die Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes hatte zuletzt zu Kritik geführt. Laut SR-Informationen ist es nach Einschätzung der Landesregierung rechtlich kaum machbar, die Hotspot-Regelung umzusetzen.

Dafür – so die Lesart der Juristen – müsste eine landesweite Überlastung des Gesundheitssystems festgestellt werden. Bisher haben nur zwei Bundesländer erklärt, die Hotspot-Regelung nutzen zu wollen: Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

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