Hörsaal der Universität des Saarlandes (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Keine "Europäische Universität" in der Großregion

  27.06.2019 | 09:16 Uhr

Die Universität der Großregion ist im Wettbewerb um den Titel "Europäische Universität" leer ausgegangen. Die EU-Kommission hat die Auszeichnung am Mittwoch 17 anderen Hochschulallianzen verliehen. Im Rahmen von Erasmus plus erhalten sie insgesamt 85 Millionen Euro.

Auf die Ausschreibung hatte sich auch die Universität der Großregion mit der "EURCrossBorderAlliance" beworben. Diese Allianz umfasst laut Staatskanzlei die Universität des Saarlandes, die Technische Universität Kaiserslautern, die Universität Lüttich, die Université de Lorraine, die Universität Luxemburg und die Universität Trier als Partneruniversitäten der Großregion sowie die Universität Kaunas in Litauen und die Universität Sofia in Bulgarien. Zudem seien noch weitere strategische Partner aus Polen, Frankreich, Schweden, Serbien und Nordmazedonien an der Allianz beteiligt.

Die EU-Kommission hat nun insgesamt 17 andere Universitätsallianzen für das Label "Europäische Universität" ausgewählt. Im Rahmen von Erasmus plus ständen ihnen insgesamt 85 Millionen Euro zur Verfügung, teilte die Kommission mit. Damit sollen unterschiedliche Formen der Kooperation zur Verbesserung der Lehre getestet werden. Insgesamt hatten sich den Angaben zufolge 54 Allianzen von 300 Hochschulen aus allen EU-Mitgliedsländern beworben.

Kritik von Ministerpräsident Hans

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) kritisiert die Entscheidung: "Die Entscheidung der EU-Kommission erkennt das bisher Geleistete und die Chancen für unsere Studierenden hier in der Region und weit darüber hinaus leider nicht an", sagte er in Saarbrücken. "Wir werden uns aber von dieser aus unserer Sicht unverständlichen Entscheidung nicht entmutigen lassen."

Peter Strobel (CDU), Europaminister, appellierte an alle Beteiligten, "auch weiter am Ball zu bleiben". "Mit dem Label 'Europäische Universität' würde der Spitzenforschung und -lehre an unserer Universität die verdiente Auszeichnung für ihre Bemühungen verliehen werden", sagte er. Er unterstütze eine Bewerbung für die nächste Ausschreibung diesen Herbst.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 27.06.2019 berichtet.

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