Das Saarbrücker Rathaus (Foto: Axel Burmeister)

Bootsflüchtlinge kommen nicht nach Saarbrücken

Michael Schneider   08.07.2019 | 20:48 Uhr

Vorerst sollen keine afrikanischen Bootsflüchtlinge nach Saarbrücken verlegt werden. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums an die Stadt hervor. Die Landeshauptstadt hatte vorgeschlagen, bis zu 60 Migranten unbürokratisch aufzunehmen.

Video [aktueller bericht, 08.07.2019, Länge: 5:51 Min.]
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Die nötige Infrastruktur sei vorhanden, medizinische Dienste stünden bereit, hieß es von Seiten der Landeshauptstadt. Lange hat der Stadtrat auf eine Antwort gewartet, nun teilte Berlin mit: Dafür sei aber nicht der Bund, sondern das Land zuständig,

Saarbrückens Bürgermeister Ralf Latz (SPD) zeigte sich enttäuscht und sprach von einem politischem Hick-Hack. Er will nun bei Innenminister Klaus Bouillon (CDU) auf eine Lösung drängen.

Die Diskussion hatte sich in den vergangenen Tagen verschärft: Südeuropäische Länder wollten keine Schiffe mit Flüchtlingen mehr anlegen lassen, solange andere Staaten keine festen Zusagen zur Aufnahme treffen.

Über dieses Thema hat auch der "aktuelle bericht" am 08.09.2019 berichtet.

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