Ein Justizvollzugsbeamter öffnet die Tür eines Haftraumes.  (Foto: dpa)

Kein Stellenabbau im Justizbereich

Uli Hauck / Onlinefassung: Michael Schmitt   30.07.2018 | 12:59 Uhr

Die saarländische Landesregierung will bei gleich bleibenden Fallzahlen auf einen weiteren Stellenabbau im kompletten Justizbereich verzichten. Das hat Justizstaatssekretär Roland Theis (CDU) mitgeteilt.

Kein weiterer Stellenabbau im Justizbereich
Audio [SR 3, Uli Hauck, 30.07.2018, Länge: 02:42 Min.]
Kein weiterer Stellenabbau im Justizbereich

2013 ging die Landesregierung davon aus, dass sie auch wegen des demographischen Wandels allein in den Gefängnissen 60 Stellen abbauen könne, doch das war ein Trugschluss. Auf Seiten der Gewerkschaft ist man froh, dass jetzt der Personalabbau im allgemeinen Vollzugsdienst gestoppt ist. Markus Wollscheid von der Gewerkschaft Strafvollzug fordert, dass die jährlich frei werdenden Stellen mit mindestens 20 neuen Mitarbeitern nachbesetzt werden. In diesem Jahr kommt die Landesregierung dem nach, sie stellt 25 neue Justizvollzugsbeschäftigte ein.

Gefangenenzahl ist nicht gesunken

Die Gefangenenzahlen in Saarbrücken und Ottweiler sind relativ konstant geblieben, derzeit sitzen im Saarland 680 Männer ein, straffällige Frauen kommen nach Rheinland-Pfalz.

Video [aktueller bericht, 30.07.2018, Länge: 4:02 Min.]
Stellenabbau in der Justiz gestoppt

Konkrete Verbesserungen will die Landesregierung für die Kinder von Inhaftierten erreichen. Von ihnen gibt es bundesweit über 100.000, im Saarland dürften mehrere Hundert betroffen sein. Ihnen will man den Verlust von Mutter oder Vater erleichtern, indem man die Besuchsbedingungen im Gefängnis für die Kinder verbessert.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Rundschau vom 30.07.2018 berichtet.

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