Junge Schüler:innen sitzen ohne Maske in einem Klassenzimmer und folgen dem Unterricht (Foto: picture alliance/dpa | Marcel Kusch)

Noch kein Corona-Fahrplan für Saar-Schulen im Herbst

Lisa Betzholz-Weber / Onlinefassung: Anne Staut   13.07.2022 | 19:52 Uhr

Wie es in den Saar-Schulen nach den Sommerferien mit Blick auf die Coronapandemie weitergeht, steht noch nicht fest. Das Bildungsministerium will die Schulen und Kitas aber auf jeden Fall offen halten. Die Gewerkschaft GEW sieht jetzt Handlungsbedarf.

Trotz Sommerwelle hat das Bildungsministerium für Schulen und Kitas im Saarland noch keine Strategie für den bevorstehenden Corona-Herbst. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) sagte dem SR, dass man im dritten Jahr der Pandemie über etablierte Instrumente wie Masken oder Testpflicht verfüge, die bei Bedarf auch kurzfristig zum Einsatz kommen könnten.

Voraussetzung dafür sei aber eine Anpassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes. Zudem müsse man abwarten, was der Herbst genau an Infektionsgeschehen mit sich bringe.

Mit das wichtigste ist laut Bildungsministerin aber, dass Schulen und Kitas offen bleiben. Zusätzlich müsse das Corona-Aufholprogramm des Bundes dringend aufgestockt werden.

Video [aktueller bericht, 13.07.2022, Länge: 4:08 Min.]
Sind saarländische Schulen für Corona im Herbst gewappnet?

GEW fordert Vorbereitungen

Die letzten beiden Punkte wünscht sich auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Allerdings dürfe die Ministerin nicht zu lange abwarten und auf die Vorgaben des Bundes hoffen.

Vielmehr müsste man bereits jetzt in die Vorbereitung gehen - vor allem was mögliche Testungen nach den Sommerferien angeht. Nur so könne man sich an den Schulen rechtzeitig einen Überblick über die Lage verschaffen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.07.2022 berichtet.

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