Münzgeld liegt auf Formularen für den Rundfunkbeitrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio. (Foto: picture alliance/Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa)

KEF empfiehlt Erhöhung des Rundfunkbeitrags

  20.02.2020 | 15:05 Uhr

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent vorgeschlagen. Das geht aus ihrem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Bericht hervor. Der Beitrag könnte damit für jeden Haushalt im nächsten Jahr von 17,50 auf 18,36 pro Monat steigen, wenn die Bundesländer dem zustimmen.

ARD, ZDF, Deutschlandradio: Sparzwänge trotz Beitragserhöhung?
Audio [SR 2, 21.02.2020, Länge: 02:47 Min.]
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Grundlage für die empfohlene Beitragserhöhung ist ein von der Kommission festgestellter ungedeckter Finanzbedarf der Rundfunkanstalten von gut 1,5 Milliarden Euro. Der Rundfunkbeitrag war zuletzt im Jahr 2015 um 48 Cent auf 17,50 Euro pro Monat gesenkt worden. Dies war die erste Senkung überhaupt. Die nun empfohlene Erhöhung wird im KEF-Bericht als "überraschend niedriges Ergebnis" beschrieben.

Höhere Einkünfte zu erwarten

Zur Begründung hieß es, die höhere Zahl von beitragspflichtigen Wohnungen führe zu entsprechend höheren Erträgen. Auch durch Werbung und Sponsoring seien höhere Einkünfte für die öffentlich-rechtlichen Sender zu erwarten. Von der empfohlenen Beitragserhöhung von 86 Cent entfallen 47 Cent auf die ARD-Sender, 33 Cent auf das ZDF, vier Cent auf das Deutschlandradio und zwei Cent auf den Anteil der Landesmedienanstalten.

Über dieses Thema haben auch SR-Hörfunknachrichten am 20.02.2020 berichtet.

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