Logo der Arbeitsagentur (Foto: Felix Kästle/dpa)

Kaum Betrugsanzeigen wegen Kurzarbeitergeld

Karin Mayer   06.08.2020 | 06:28 Uhr

Bei der Arbeitsagentur Saarland sind bislang nur wenige Anzeigen wegen Betrug beim Kurzarbeitergeld eingegangen. Die Agentur bekommt derzeit etwa fünf Hinweise im Monat auf möglichen Missbrauch von Kurzarbeitergeld.

Kurzarbeitergeld: Kaum Hinweise auf Missbrauch
Audio [SR 3, Karin Mayer, 06.08.2020, Länge: 03:04 Min.]
Kurzarbeitergeld: Kaum Hinweise auf Missbrauch

Die Anzeigen kämen häufig von Mitarbeitern oder seien anonym, sagte Heidrun Schulz von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit dem SR. Die Arbeitsagentur gehe diesen Anzeigen nach, jeder Fall werde schlussgerechnet und überprüft. 

Deutlich häufiger nehme die Agentur Zwischenprüfungen vor, sagte Martha Krämer von der Arbeitsagentur Saarland. Wenn die Anträge auf Kurzarbeitergeld widersprüchliche Angaben enthielten, fordere die Arbeitsagentur, dass die Anträge korrigiert werden.

Abteilung für Kurzarbeit aufgestockt

Derzeit bearbeitet die Arbeitsagentur Saarland jeden Monat 10.000 Kurzarbeitsanträge. Die zuständige Abteilung wurde dafür von 20 auf über 160 Mitarbeiter aufgestockt. Grober Missbrauch oder Betrug ist nach Angaben der Arbeitsagentur bisher nicht aufgefallen. Die Staatsanwaltschaft oder die Finanzkontrolle Schwarzarbeit wurden bisher nicht eingeschaltet.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 06.08.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja