Galeria Kaufhof (Foto: dpa/Jan Woitas)

Unsicherheit bei Kaufhof-Beschäftigten

Karin Mayer / Onlinefassung: Axel Wagner   27.02.2019 | 12:25 Uhr

Fast drei Stunden lang hat die Betriebsversammlung bei Kaufhof am Mittwoch in Saarbrücken gedauert. So lange standen die Kunden vor verschlossener Tür. Erst kurz vor 12.00 Uhr war das Treffen zu Ende. Die Beschäftigten sind verunsichert.

Im Januar hatte die Kaufhof-Geschäftsführung angekündigt, dass 2600 Jobs bundesweit wegfallen sollen. Was das für die Standorte in Saarbrücken oder Neunkirchen bedeutet, sei völlig unklar, so Victoria Sklomeit von Verdi Rheinland-Pfalz-Saarland. Es seien viele Fragen zur Tarifbindung und zur künftigen Bezahlung gestellt worden.

Gemeinsamer Tarifvertrag

Kaufhof ist im Januar aus der Tarifbindung ausgestiegen. Bei Karstadt verzichten die Beschäftigten auf einen Teil des Lohns. Der Arbeitgeber fordert nach dem Zusammenschluss mit Karstadt im November einen gemeinsamen Tarifvertrag. In den Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Betriebsräten mit der Kaufhof-Geschäftsführung sind bisher keine Ergebnisse erzielt worden. Die Verhandlungen sollen am Aschermittwoch fortgesetzt werden. Verdi fordert, dass die Arbeitsplätze und Standorte der Warenhäuser erhalten bleiben.

Über dieses Thema hat auch die „Rundschau“ am 27.02.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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