Gunter Hauptmann, der Chef der Kassenärzte im Saarland (Foto: SR)

Kassenärzte weiter ohne 24-Stunden-Terminservice

  14.03.2019 | 21:50 Uhr

Die saarländischen Kassenärzte müssen auch nach dem am Donnerstag vom Bundestag beschlossenen neuen „Terminservice-Gesetz“ keine 24-Stunden-Terminvergabe einführen. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung enthält das neue Gesetz eine regionale Öffnungsklausel. Dafür hatten die Ärzte wochenlang gekämpft.

„Wir gehen davon aus, dass wir auch künftig über Nacht keine Arzt-Termine vergeben müssen“, sagte der saarländische KV-Chef Gunter Hauptmann dem SR. Wer nachts wegen eines Vorsorgetermins anrufe, werde auch in Zukunft auf den nächsten Morgen verwiesen.

Trotzdem wird die KV die Terminvergabe ausweiten: Die Servicestelle in Saarbrücken wird vom nächsten Jahr an nicht nur vormittags, sondern auch bis zum Abend besetzt sein. Die Kosten belaufen sich dann auf rund 500.000 Euro. Ein 24-Stunden-Service hätte dagegen einen Drei-Schicht-Betrieb erfordert und einen Millionenbetrag gekostet.

Bislang rufen bei der Terminservicestelle der Saar-KV im Schnitt pro Tag 40 Patienten an.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 14.03.2019 berichtet.

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