Symbolbild: Karstadt übernimmt Kaufhaus (Foto: Harald Tittel/dpa)

Karstadt und Kaufhof im Saarland gut aufgestellt

  09.11.2018 | 16:16 Uhr

Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für die Fusion der beiden Warenhausketten mit europaweit knapp 250 Standorten und rund 32.000 Mitarbeitern gegeben. Bei Beschäftigten wurde die Entscheidung nicht ohne Sorge aufgenommen. In den saarländischen Filialen ist nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aber vorerst kein Stellenabbau zu befürchten.

Die Häuser in Saarbrücken würden wegen ihrer Lage in Grenznähe gute Geschäfte machen, teilte die Gewerkschaft mit. Auch Kaufhof im Einzugsgebiet Neunkirchen sei zukunftsfähig. Im Saarland beschäftigt Karstadt zurzeit 164 Mitarbeiter, Kaufhof 214.

Der Zusammenschluss der beiden Einzelhandelsriesen ist aus der Not geboren. Kaufhof und Karstadt macht seit Jahren der Siegeszug von Billiganbietern wie Primark und Online-Händlern wie Amazon oder Zalando zu schaffen, aber auch die Konkurrenz der großen Einkaufszentren. Von dem Zusammenschluss erhoffen sich die beiden Ketten eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsposition.

Keine wettbewerblichen Bedenken

Kartellamtspräsident Andreas Mundt sagte am Freitag in Bonn: "Wir haben das Vorhaben intensiv geprüft. Weder aus der Perspektive der Verbraucher, noch aus Sicht der Hersteller und Lieferanten gab es durchschlagende wettbewerbliche Bedenken."

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 09.11.2018 berichtet.

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