Ein Kasten Karlsberg Ur-Pils (Foto: imago/Becker&Bredel)

Karlsberg wieder auf Wachstumskurs

Yvonne Schleinhege   21.08.2018 | 10:12 Uhr

Nach dem schwachen Geschäftsjahr 2017 ist die Karlsberg Brauerei nun wieder auf Wachstumskurs. So konnte das Homburger Unternehmen die Umsätze in den ersten sechs Monaten um 2,1 Millionen Euro auf 66,9 Millionen Euro leicht steigern. Grund dafür ist unter anderem das anhaltend schöne Wetter.

Nach dem Jahr der Umstrukturierung komme Karlsberg nun zur Ruhe - so bewertet der Generalbevollmächtigte Christian Weber die aktuelle Entwicklung. Nun konzentriere man sich weiter auf das heimische Markengeschäft und den Export nach Übersee.

Diskussion um betriebsbedingte Kündigungen

Der angekündigte Personalabbau von rund 40 Mitarbeitern in Homburg sei mittlerweile ohne betriebsbedingte Kündigungen vollzogen worden, teilte der Karlsberg-Chef zunächst mit. Die Gewerkschaft NGG, die die Verhandlungen bei Karlsberg begleitet hat, widerspricht dem. Laut NGG-Geschäftsführer Mark Baumeister habe es in diesem Zusammengang einzelne betriebsbedingte Kündigungen gegeben. Man sei aktuell in Gesprächen darüber.

Auf eine erneute Anfrage des Saarländischen Rundfunks, bestätigt das Unternehmen zunächst nicht richtig bzw. eindeutig informiert zu haben. In einer kurzen Stellungnahme von Karlsberg heißt es: „Es wurden bei der Umstrukturierung bis heute zwei betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Bei beiden sind wir aktuell auf dem Weg, eine Einigung zu finden. Daher ist die Aussage gegenüber dem SR am Dienstag so entstanden.“

Vorsichtiger Optimismus

Zu der leicht positiven Entwicklung beigetragen haben auch die Fußball-WM und der Super-Sommer, der vielen Bierbrauern Umsatzzuwächse beschert hat. Auch deshalb blickt Karlsberg-Chef Weber vorsichtig optimistisch auf das Gesamtjahr 2018. So rechnet man mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Bereich. Auch beim Ergebnis geht man in Homburg - nach dem schwachen Jahr 2017 – von einem deutlichen Plus aus.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 21.08.2018 berichtet.

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