Karlsberg-Brauerei in Homburg (Foto: Pressefoto)

Pandemie sorgt bei Karlsberg für Umsatzeinbußen

Yvonne Schleinhege   31.03.2021 | 14:23 Uhr

Die Corona-Krise und der zweitweise Lockdown haben auch die Karlsberg Brauerei getroffen. Der Umsatz des Homburger Unternehmens ging 2020 um rund zehn Prozent auf knapp 113 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis konnte aber unter anderem durch Kosteneinsparungen stabil gehalten werden.

Restaurants und Kneipen waren Monate geschlossen, dadurch konnte Karlsberg vor allem weniger Fassbier verkaufen. In diesem Bereich sind die Umsätze 2020 um rund 50 Prozent eingebrochen. Und auch der Export von Dosenbier ist 2020 zeitweise eingebrochen – im Frühjahr vor allem im asiatischen Raum.

Video [aktueller bericht, 31.03.2021, Länge: 2:47 Min.]
Karlsberg Brauerei will Kosten einsparen

Allerdings hat die Pandemie auch andere Seiten: Wer nicht in die Kneipe oder ins Restaurant konnte, hat dafür mehr Bier zu Hause getrunken. So sind die Umsätze im Einzelhandel gestiegen. Insgesamt konnte Karlsberg das Ergebnis vor Steuern und Zinsen leicht auf 12,5 Millionen Euro steigern.

Kosteneinparungen durch Kurzarbeit

Kaum Fässer: Umsatzrückgang bei Karlsberg
Audio [SR 3, Yronne Schleinhege, 31.03.2021, Länge: 02:54 Min.]
Kaum Fässer: Umsatzrückgang bei Karlsberg

Dies hat mit Kosteneinsparungen zu tun, erklärte Karlsberg Geschäftsführer Markus Meyer. So wurden geplante Ausgaben zurückgestellt, man habe von Investitionen in die Energieeffizienz profitiert, zudem waren Teile der Belegschaft in Kurzarbeit.

Für das laufende Jahr erwartet Karlsberg einen moderaten Umsatzanstieg. Aktuell investiert man in den Vertrieb und stellt in dem Bereich zusätzliche Mitarbeiter ein. Aktuell hat Karlsberg 262 Beschäftigte.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 31.03.2021.

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